PanikSelbsthilfe

Zuerst einmal möchte ich hier die Leser darauf hinweisen, dass ihr nicht alleine seid! Experten schätzen, dass in Österreich circa 20% an Angststörungen leiden und 25% der industrialisierten Bevölkerung zumindest einmal in ihrem Leben an einer Angststörung erkrankt sind.  

Ich habe schon etliche Patienten mit Angststörungen behandelt und weiß, dass der Weg manchmal ausweglos erscheint. “Ich werde das nie wieder los. Ich will wieder normal sein. Niemand fühlt das, was ich fühle. Keiner versteht das. Warum habe ich plötzlich andauernd Angst?”, sind nur ein paar der gängigen Sätze, die ich schon sehr oft zu hören bekam.  

Psychotherapie, EFT, NLP, Kognitive Verhaltenstherapie, Psychoanalyse, Medikamente und vieles mehr sind Therapien, die zumindest Menschen, die schon länger von Angst geplagt werden nur zu gut kennen. Aber sind das oder gibt es schnelle und dauerhafte Lösungen?  

Um euch nicht lange auf die Folter zu spannen: JA. Ich habe schon vielen Klienten auf ihrem Weg zur Angstfreiheit begleitet indem ich meine Therapieform, die Synergetische Kinesiologie angewendet, habe. Natürlich können andere Therapien auch helfen, das eine schließt das andere nicht aus. Jeder muss das Richtige für sich selbst finden, weil das auch am Besten für einen funktionieren wird. 

Sehen wir uns einmal an, was Angst eigentlich ist 

Angst ist eine natürliche Reaktion und gewährleistet unser Überleben. Sie verhindert, dass wir unüberlegt handeln und uns in gefährliche Situationen begeben. Bei Menschen mit Angstzuständen wird diese rationale Angst aber sehr schnell zu einer irrationalen Angst, die scheinbar grundlos uns ihr grauenhaftes Antlitz zeigt. Diese Angst verstehen wir nicht und wir wissen auch nicht wie wir mit ihr umgehen sollen. Auch tritt sie in ganz gewöhnlichen Situationen auf, wie im Büro, im Supermarkt, in der Straßenbahn, beim Autofahren oder einfach nur zu Hause vorm Fernseher. Die Folge ist, dass man das Gefühl nicht einordnen kann und somit emotional von ihr beherrscht wird.

Oft verwandelt sich diese Angst auch in schiere Panik, weil wir immer mehr auf dieses unangenehme Gefühl hören und uns immer weiter in den Schlund bewegen. Bald wird diese Angst zum Normalzustand, wir entwickeln die Angst vor der Angst und hören zu viel in uns hinein. Ständig wird überprüft ob es uns eh gut geht. Ist mein Herzschlag normal, atme ich normal, steigt dieses Gefühl gerade wieder auf? Der Teufelskreis hat somit begonnen…  

Die Ursache   

Die Ursache von Angststörungen liegt oft in der Vergangenheit und hat mit einem sehr starken Gefühl zu tun, das wir bewusst oder unbewusst abgelehnt und verdrängt haben.  

Jedes Mal, wenn dieses Gefühl in uns hochsteigt, versuchen wir es mit aller Kraft zu unterdrücken und kämpfen dagegen an. Wir wollen Kontrolle  behalten und bauen langsam aber sicher einen inneren Damm auf, der nichts anderes als ein Vermeidungsmechanismus ist.  

Wir stauen dieses Gefühl in uns auf und mit der Zeit gesellen sich auch noch andere negative Gefühle, wie Wut auf uns Selbst, Kontrollverlustangst, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung, Unfähigkeit oder Resignation dazu. Auf einmal haben wir es nicht mehr mit einem verdrängten Gefühl der Vergangenheit zu tun, sondern mit einem ganzen Haufen von Gefühlen, die alle an das Gefühl gekoppelt sind. Irgendwann geht es nicht mehr, der Damm bricht und man hat eine Panikattacke oder Angstzustände. 

Man kann es sich so vorstellen: Wenn man eine negative Erfahrung in seiner Kindheit oder Vergangenheit gemacht hat, entsteht so etwas wie ein unsichtbarer Krieger, der einen von dem Zeitpunkt an ständig begleitet. Dadurch, dass man das Gefühl verdrängt, sich nicht damit beschäftigt und andere Gefühle daran gekoppelt werden, wird dieser Krieger immer größer und größer, bis er irgendwann auch sichtbar wird. 

Natürlich wollen wir uns diesem großen – jetzt sichtbaren – Krieger nicht stellen. Wir sind ja nicht lebensmüde! Also, denken wir uns Strategien aus wie wir ihm aus dem Weg gehen können, wie wir das Gefühl vermeiden oder wieder unterdrücken können. Wir spüren aber, dass der Krieger trotzdem immer präsent ist und nur darauf wartet uns anzugreifen. 

Annahme bringt Veränderung  

Das wichtige bei Angst und Panik ist die Annahme. Es ist wichtig zu verstehen und zu wissen, dass man gerade Angst oder Panik hat. Sich zu wünschen, dass es nicht so ist oder sich selbst fertig zu machen, dass man sich so fühlt bringt niemandem etwas. Stellen wir uns unseren mittlerweile berüchtigter Krieger vor, wie er in voller Montur auf uns zu läuft. Würdest du dir wünschen er wäre nicht da oder würdest du die Augen schließen und beten, dass er bald weg ist? Natürlich nicht. Der einzige Weg um den Krieger zu vernichten ist ihn sich seiner anzunehmen. Genauso hält es sich mit unseren Angstgefühlen. Sie wollen gehört und gesehen werden, sie sind in voller Fahrt und wollen unsere Aufmerksamkeit und wir tun so als wären sie nicht da. Gefühle wollen fließen und angenommen werden, so wie sie sind, ungeschönt.  

Natürlich weiß ich, dass es sehr schwierig und fast unmöglich scheint sich dieser Panik und Angst anzunehmen, sie durchfließen zu lassen und in die Augen zu sehen. Aber genau das ist der Weg um sie endgültig loszuwerden – Annahme. Wir müssen akzeptieren, dass es unsere eigenen Gefühle sind. Vielleicht sind sie schon so mutiert und entstellt, dass wir sie nicht mehr erkennen, aber sie sind dennoch ein Teil von uns.  

Die Annahmetechnik ermöglicht mir meinen Klienten relativ schnell eine Gefühlsentladung zu ermöglichen um ihre Angst und den Ist-Zustand zu akzeptieren. 

Diese Technik wird auch als Kunst der Polarisierung bezeichnet, bei der man auf der einen Seite das positive Bild und Gefühl (angstfrei sein) und auf der anderen Seite alle negativen Gefühle (ständige Angst), bestimmt. Diese werden dann miteinander verbunden um die darin gespeicherte Spannung zu entladen, was zur Annahme und Akzeptanz des Gefühls führt.  

Die emotionale Spannung des Themas wird neutralisiert und löst somit die Resonanz mit Personen oder Orten, in der man üblicherweise Angst hätte, auf. Die Aufmerksamkeit wird nicht mehr automatisch auf die Angst gezogen, sondern kann nun auf einen neuen Zustand gerichtet werden. 

Techniken zur Selbsthilfe

Bachblütenmischungen sind eine gute Hilfe um Entspannung zu ermöglichen. Die folgende Mischung, die ich für Panik und Angst ausgetestet habe, kann man sich bei jeder Apotheke anfertigen lassen: Nr. 12, 16, 20, 25, 33, 39 (3 mal täglich 10 Tropfen – Kosten: circa 10 Euro).

Eine schnelle Abhilfe während Panik und Angst ist Akupressur. Die folgenden Punkte (siehe Bilder zur Veranschaulichung) werden nacheinander mit dem Mittelfinger oder Daumen fest gedrückt, während man langsam einatmet, die Luft anhält und dann langsam ausatmet (dabei zählt man beim Einatmen bis 4, Luft anhalten bis 4 und beim Ausatmen bis 7).

  • Zuerst GB18 auf der Oberseite des Kopfes drücken (man merkt, dass man richtig ist, wenn man einen stechenden Schmerz spürt). Während des Drückens und Atmens kann man auch die Farbe Silber visualisieren. (2 Atemzyklen)
  • Dann D4. Wieder währenddessen die Atmung anwenden und die Farbe Weinrot visualisieren. (2 Atemzyklen)
  • Zum Schluss noch BL6 auf der Oberseite des Kopfes drücken und viollett visualisieren. (2 Atemzyklen)

Man kann dies so oft wie nötig machen und es sollte schnell Erleichterung schaffen.

Wenn ihr euch näher über meine Behandlungsmethoden informieren oder einen Termin buchen wollte, bitte ruft mich unter 0650 4315997 an oder schickt mir eine Email auf info@marcin.at